Hundeohren reinigen kann helfen, die Ohren sauber zu halten, leichte Verschmutzungen zu entfernen und mögliche Probleme wie unangenehmen Geruch, Rötung, zu viel Ohrenschmalz, Reizung oder eine Ohrenentzündung früher zu erkennen.
Allerdings brauchen nicht alle Hunde eine regelmäßige Ohrenreinigung. Manche Hunde haben von Natur aus saubere und gesunde Ohren, während andere eine kontrollierte Routine benötigen können, besonders bei Schlappohren, Allergien, häufiger Feuchtigkeit oder früheren Ohrproblemen.
Wichtig ist, nur dann zu reinigen, wenn es sinnvoll ist, geeignete Produkte für Hunde zu verwenden und keine Gegenstände tief in den Gehörgang einzuführen.
Kurzantwort: Um Hundeohren sicher zu reinigen, verwenden Sie einen für Hunde geeigneten Ohrenreiniger, idealerweise nach Empfehlung des Tierarztes. Tragen Sie das Produkt nach Anleitung auf, massieren Sie die Basis des Ohres sanft, lassen Sie den Hund den Kopf schütteln und wischen Sie nur den sichtbaren Bereich mit Gaze oder weicher Watte ab. Verwenden Sie keine Wattestäbchen tief im Ohr, keinen Alkohol, kein Wasserstoffperoxid, keinen Essig und keine Produkte für Menschen. Bei Schmerzen, starkem Geruch, Ausfluss, Entzündung oder Gleichgewichtsproblemen sollte zuerst ein Tierarzt das Ohr untersuchen.
Hundeohren reinigen: sicher und schonend
Wenn Sie Hundeohren reinigen, sollte die Reinigung immer sanft, oberflächlich und an den Zustand des Ohres angepasst sein. Es geht nicht darum, tief im Ohr zu arbeiten, sondern einen geeigneten Reiniger zu verwenden, vorsichtig zu massieren und nur sichtbare Verschmutzungen zu entfernen.
Ist das Ohr gesund, kann eine gelegentliche Reinigung Teil der Pflege sein. Gibt es aber Schmerzen, unangenehmen Geruch, Ausfluss, Entzündung oder ständiges Kratzen, sollte man zu Hause nicht weiter reinigen, ohne vorher den Tierarzt zu fragen.
Wann sollte man Hundeohren reinigen?
Die Ohrenreinigung sollte nicht automatisch und ohne Grund erfolgen. Bei manchen Hunden kann zu häufiges Reinigen den Gehörgang reizen und Beschwerden verursachen.
Eine Reinigung kann sinnvoll sein, wenn:
- der Tierarzt sie empfohlen hat.
- der Hund zu Ohrenschmalz neigt.
- der Hund häufig schwimmt oder nass geworden ist.
- der Hund Schlappohren und wenig Belüftung im Ohr hat.
- eine vorbeugende Routine vom Tierarzt empfohlen wurde.
- leichte Verschmutzungen im sichtbaren Bereich der Ohrmuschel vorhanden sind.
Wenn das Ohr sauber aussieht, nicht unangenehm riecht und der Hund weder kratzt noch den Kopf schüttelt, ist häufiges Reinigen meist nicht notwendig.
Wann man das Ohr nicht zu Hause reinigen sollte
Es gibt Situationen, in denen eine Ohrenreinigung ohne tierärztliche Untersuchung nicht sinnvoll ist. Reinigung kann Schmerzen auslösen oder ein bestehendes Problem verschlimmern, wenn Entzündung, Infektion, Wunden oder tiefere Ohrprobleme vorhanden sind.
Reinigen Sie das Ohr nicht zu Hause, wenn Ihr Hund Schmerzen, starken Ausfluss, Blut, starken unangenehmen Geruch, deutliche Schwellung, Schiefhalten des Kopfes, Gleichgewichtsprobleme, Winseln beim Berühren des Ohres oder starke Abwehr zeigt. In diesen Fällen sollte ein Tierarzt das Ohr untersuchen.
Auch bei wiederkehrenden Ohrenentzündungen, Beschwerden kurz nach einer Reinigung oder Verdacht auf Ohrmilben, Infektion oder Fremdkörper ist eine tierärztliche Untersuchung sinnvoll.
Mehr dazu finden Sie in unseren Ratgebern zur Ohrenentzündung beim Hund und zu Ohrmilben beim Hund.
Was man für die Ohrenreinigung braucht
Bereiten Sie alles vor, bevor Sie beginnen. So vermeiden Sie Unterbrechungen und reduzieren Stress für den Hund.
- Ohrenreiniger speziell für Hunde.
- Gaze, weiche Wattepads oder weiche Watte.
- Ein kleines Handtuch.
- Leckerlis zur positiven Bestärkung.
- Einen ruhigen Ort mit gutem Licht.
Das wichtigste Produkt ist der Ohrenreiniger. Er sollte für Hunde geeignet sein und idealerweise vom Tierarzt empfohlen werden. Nicht jedes Produkt ist für jeden Hund passend, besonders bei früheren Ohrenentzündungen oder empfindlichen Ohren.
Nicht improvisieren: Verwenden Sie keinen Alkohol, keinen Essig, kein Wasserstoffperoxid, keine Öle, kein Shampoo, keine Seife, keine Ohrentropfen für Menschen und keine Hausmittel im Ohr des Hundes.
Hundeohren reinigen: Schritt für Schritt zu Hause
Die Reinigung sollte ruhig, sanft und oberflächlich erfolgen. Das Ziel ist nicht, tief zu reinigen oder im Ohr zu kratzen, sondern den Reiniger wirken zu lassen und nur Schmutz zu entfernen, der in den sichtbaren Bereich gelangt.
1. Einen ruhigen Moment wählen
Reinigen Sie die Ohren, wenn der Hund entspannt ist. Vermeiden Sie den Moment direkt nach wildem Spielen, wenn der Hund nervös ist oder wenn Sie selbst unter Zeitdruck stehen.
Wenn Ihr Hund schnell gestresst ist, arbeiten Sie in kleinen Schritten: erst das Ohr berühren und belohnen, dann anheben und belohnen, später den Reiniger zeigen und belohnen. Erzwingen Sie nichts.
2. Das Ohr vor der Reinigung prüfen
Schauen Sie sich den äußeren und sichtbaren Bereich des Ohres an. Achten Sie auf Rötung, Schwellung, Ausfluss, Wunden, unangenehmen Geruch oder Schmerzen.
Wenn Ihnen etwas auffällt, reinigen Sie nicht weiter. Kontaktieren Sie den Tierarzt, bevor Sie ein Produkt verwenden.
3. Den Ohrenreiniger auftragen
Heben Sie die Ohrmuschel vorsichtig an und tragen Sie den Reiniger nach Packungsanleitung oder tierärztlicher Empfehlung auf. Führen Sie die Spitze der Flasche nicht tief in den Gehörgang ein.
Wenn der Hund sich stark bewegt, drücken oder erzwingen Sie nichts. Besser ist es, kurz zu pausieren und später ruhig weiterzumachen.
4. Die Basis des Ohres sanft massieren
Nach dem Auftragen massieren Sie die Basis des Ohres einige Sekunden lang vorsichtig. Das hilft, den Reiniger zu verteilen und Ohrenschmalz oder Schmutz zu lösen.
Die Massage sollte sanft bleiben. Wenn der Hund winselt, zurückweicht oder Schmerzen zeigt, hören Sie auf.
5. Den Hund den Kopf schütteln lassen
Viele Hunde schütteln nach dem Reiniger den Kopf. Das ist normal und hilft, Flüssigkeit und Schmutz nach außen zu befördern.
Halten Sie ein Handtuch bereit und reinigen Sie die Ohren an einem Ort, der leicht sauberzumachen ist.
6. Nur den sichtbaren Bereich abwischen
Verwenden Sie Gaze oder ein weiches Wattepad, um überschüssigen Reiniger und sichtbaren Schmutz aus der Ohrmuschel zu entfernen. Führen Sie keine Wattestäbchen tief in den Gehörgang ein.
Wenn tiefer Schmutz sichtbar bleibt, versuchen Sie nicht, ihn herauszuholen. Lassen Sie das Ohr tierärztlich prüfen, wenn es weiterhin schmutzig ist, riecht oder dem Hund unangenehm ist.
7. Den Hund belohnen
Beenden Sie die Reinigung mit Leckerlis, Lob oder einer ruhigen Pause. So kann der Hund die Ohrenreinigung besser mit etwas Positivem verbinden.
Wenn Ihr Hund die Reinigung schlecht toleriert, gehen Sie langsamer vor. Kooperation ist wichtiger als ein perfekt gereinigtes Ohr in einer einzigen Sitzung.
Schnelltabelle: Was tun und was vermeiden?
| Situation | Was tun? | Was vermeiden? |
|---|---|---|
| Gesundes Ohr mit wenig Schmutz | Nur bei Bedarf sanft reinigen. | Täglich ohne Grund reinigen. |
| Nach Schwimmen oder Baden | Gut trocknen und bei Bedarf den Tierarzt fragen. | Feuchtigkeit bei anfälligen Hunden im Ohr lassen. |
| Unangenehmer Geruch oder Ausfluss | Tierarzt kontaktieren. | Das Problem mit wiederholter Reinigung überdecken. |
| Schmerzen beim Berühren | Aufhören und tierärztlich untersuchen lassen. | Die Reinigung erzwingen. |
| Tiefer Schmutz | Von einem Fachmann beurteilen lassen. | Mit Wattestäbchen tief reinigen. |
Wie oft sollte man Hundeohren reinigen?
Es gibt keine feste Häufigkeit, die für alle Hunde gilt. Sie hängt von Rasse, Ohrform, Aktivität, Ohrenschmalzbildung, Feuchtigkeit und früheren Ohrproblemen ab.
Manche Hunde brauchen nur gelegentlich eine Reinigung. Andere, besonders Hunde mit Allergien oder wiederkehrenden Ohrenentzündungen, benötigen möglicherweise eine genaue Routine nach tierärztlicher Anweisung.
Als Grundregel gilt: Reinigen Sie nicht mehr als nötig. Ein gesundes Ohr sollte nicht ständig manipuliert werden.
VCA Hospitals empfiehlt, die Ohren regelmäßig zu kontrollieren und mit dem Tierarzt zu besprechen, ob eine routinemäßige Reinigung für den jeweiligen Hund geeignet ist. Den veterinärmedizinischen Ratgeber zur Ohrenreinigung beim Hund können Sie hier lesen.
Praktischer Tipp: Kontrollieren Sie die Ohren etwa einmal pro Woche, reinigen Sie aber nur bei leichter sichtbarer Verschmutzung oder wenn der Tierarzt es empfohlen hat. Kontrollieren ist nicht dasselbe wie Reinigen.
Häufige Fehler beim Reinigen der Hundeohren
Viele Ohrprobleme entstehen nicht durch zu wenig Pflege, sondern durch falsches oder zu häufiges Reinigen.
Diese Fehler sollten Sie vermeiden:
- Produkte für Menschen verwenden.
- Alkohol, Essig oder Wasserstoffperoxid verwenden.
- Wattestäbchen tief in den Gehörgang einführen.
- Bei starken Schmerzen weiter reinigen.
- Einen ängstlichen Hund zwingen.
- Täglich ohne tierärztliche Empfehlung reinigen.
- Alte Ohrentropfen von einer früheren Infektion verwenden.
- Bei Geruch oder Ausfluss nicht zum Tierarzt gehen.
Wenn Sie Produkte vergleichen möchten, können Sie vorerst unseren englischen Ratgeber zu Ohrenreinigern für Hunde lesen, während wir die deutsche Version vorbereiten.
Woran erkennt man, dass etwas nicht stimmt?
Nach einer Reinigung kann der Hund kurz den Kopf schütteln. Er sollte jedoch keine starken Schmerzen, Verschlechterung, Winseln, Gleichgewichtsprobleme oder deutliche Reizung zeigen.
Suchen Sie einen Tierarzt auf, wenn Sie Folgendes bemerken:
- Anhaltender unangenehmer Geruch.
- Gelber, brauner, schwarzer oder blutiger Ausfluss.
- Starke Rötung.
- Schmerzen beim Berühren des Ohres.
- Ständiges Kratzen.
- Schiefhalten des Kopfes.
- Gleichgewichtsprobleme.
- Wiederkehrende Ohrenentzündungen.
Diese Anzeichen können auf eine Infektion, Ohrmilben, Allergien, einen Fremdkörper oder ein anderes Problem hinweisen, das untersucht werden sollte.
Hunde mit Schlappohren
Hunde mit Schlappohren haben oft weniger Belüftung im Gehörgang. Das kann bei manchen Hunden Feuchtigkeit, Wärme und Ohrenschmalzansammlung begünstigen.
Das bedeutet nicht, dass alle Hunde mit Schlappohren ständig gereinigt werden müssen. Es bedeutet nur, dass man ihre Ohren genauer beobachten und eine passende Routine wählen sollte.
Rassen wie Cocker Spaniel, Basset Hound, Beagle, Labrador Retriever oder Golden Retriever können mehr Aufmerksamkeit brauchen, besonders wenn sie schwimmen, Allergien haben oder bereits Ohrprobleme hatten.
Hunde, die schwimmen oder häufig gebadet werden
Zurückbleibende Feuchtigkeit kann bei einigen Hunden Reizungen begünstigen. Wenn Ihr Hund häufig schwimmt oder gebadet wird, trocknen Sie den äußeren Ohrbereich gut ab und fragen Sie den Tierarzt, ob ein Reiniger nach Wasserkontakt sinnvoll ist.
Verwenden Sie Produkte nicht automatisch nach jedem Bad, ohne zu wissen, ob sie für Ihren Hund geeignet sind. Manche Ohren tolerieren gelegentliche Feuchtigkeit gut, andere sind empfindlicher.
FAQ
Wie kann man Hundeohren zu Hause reinigen?
Verwenden Sie einen Reiniger speziell für Hunde, tragen Sie ihn nach Anleitung auf, massieren Sie die Basis des Ohres sanft, lassen Sie den Hund den Kopf schütteln und wischen Sie nur den sichtbaren Bereich mit Gaze oder Watte ab. Keine Wattestäbchen tief einführen.
Womit kann man Hundeohren reinigen?
Am sichersten ist ein Ohrenreiniger, der für Hunde formuliert wurde und vom Tierarzt empfohlen wird. Verwenden Sie keinen Alkohol, kein Wasserstoffperoxid, keinen Essig, keine Öle, keine Seife und keine Produkte für Menschen.
Wie oft sollte man Hundeohren reinigen?
Das hängt vom Hund ab. Manche Hunde brauchen nur gelegentliche Reinigung, andere nur Kontrolle. Bei wiederkehrenden Ohrenentzündungen, Allergien oder viel Ohrenschmalz kann der Tierarzt eine genaue Häufigkeit empfehlen.
Darf man Wattestäbchen verwenden?
Wattestäbchen sollten nicht tief in den Gehörgang eingeführt werden. Sie können Schmutz nach innen drücken, das Ohr reizen oder Verletzungen verursachen. Reinigen Sie nur den sichtbaren Bereich.
Ist Kopfschütteln nach der Reinigung normal?
Ja, kurzes Kopfschütteln ist normal, weil der Hund Flüssigkeit und Schmutz herausbefördert. Wenn das Schütteln anhält oder Schmerzen, Geruch oder Ausfluss auftreten, sollte ein Tierarzt das Ohr prüfen.
Was bedeutet unangenehmer Geruch aus dem Ohr?
Unangenehmer Geruch kann auf Hefepilze, Bakterien, Ohrmilben, Entzündung oder ein anderes Ohrproblem hinweisen. Wiederholtes Reinigen ersetzt keine Diagnose. Eine tierärztliche Untersuchung ist sinnvoll.
Sollte man bei einer Ohrenentzündung reinigen?
Nicht ohne tierärztliche Anweisung. Bei Ohrenentzündung, Schmerzen, Entzündung oder Ausfluss sollte der Tierarzt entscheiden, ob Reinigung notwendig ist und welches Produkt sicher verwendet werden kann.
Fazit
Hundeohren reinigen kann sinnvoll sein, wenn es richtig gemacht wird und tatsächlich notwendig ist.
Verwenden Sie Produkte speziell für Hunde, reinigen Sie sanft, vermeiden Sie tiefes Eindringen in den Gehörgang und achten Sie auf Warnzeichen wie Schmerzen, unangenehmen Geruch, Ausfluss oder ständiges Kratzen.
Wenn Sie unsicher sind, Ihr Hund früher Ohrenentzündungen hatte oder das Ohr entzündet oder schmerzhaft wirkt, lassen Sie es vor der Reinigung tierärztlich untersuchen. Eine frühe Kontrolle kann Beschwerden, Fehler und Komplikationen vermeiden.